Harmonie der Gegensätze: Mit der richtigen Einstellung zu mehr Balance im Leben finden

29.07.2018 | BLOG, Tipps + Tools

Heiß – kalt, laut – leise, Tag – Nacht, Ebbe – Flut, Lachen – Weinen, Anspannung – Entspannung, Einatmen – Ausatmen: Alles hat zwei Seiten, die sich gegenseitig bedingen und untrennbar Teil eines Ganzen sind. Das gesamte Leben besteht in gewisser Weise aus solchen Gegensätzlichkeiten bzw. Polaritäten, wie sie in der Philosophie genannt werden. Das wussten auch schon unsere Vorfahren, wie zahlreiche alte Sprichwörter belegen: „Wo Licht ist, ist auch Schatten“, „Keine Rose ohne Dornen“, „zwei Seiten einer Medaille“ oder auch „etwas mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen“. Zugegeben: Das ist erstmal nichts wirklich Neues, aber eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema lohnt sich dennoch. Denn dadurch können wir lernen, die uns umgebende Welt und vor allem auch uns selbst ganzheitlicher zu betrachten. Dies eröffnet im Alltag neue Sichtweisen auf die Herausforderungen des Lebens und kann dabei helfen, besser mit Konflikten und negativen Gefühlen umzugehen.

 

„Sowohl-als-auch-Denken“ statt „Entweder-oder-Denken“

Obwohl wir eigentlich alle wissen, dass die Welt aus Gegensätzen besteht, fällt es uns schwer, dies auch für unser eigenes Leben zu akzeptieren. Anders gesagt: Statt ein „Sowohl-als-auch-Denken“ auf unseren Alltag zu übertragen, folgen wir häufig dem „Entweder-oder-Denken“. Dazu ein Beispiel: Viele Menschen neigen dazu, Ereignisse bzw. Veränderungen in ihrem Leben einseitig zu bewerten, also nach dem Motto „Alles super!“ oder „Alles schlecht!“. Vor allem als unangenehm empfundene Veränderungen werden oft pauschal negativ bewertet. Dabei lohnt es sich, auch solche Veränderungen ganzheitlich zu betrachten und „neutraler“ an sie heranzugehen, anstatt ihnen sofort einen endgültigen Stempel aufzudrücken. Ansonsten manövriert man sich – bildlich gesprochen – schnell in Sackgassen hinein, aus denen man nur schwer wieder herausfindet. Die Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln hingegen sorgt dafür, dass man offener für das Neue ist und mit Sicherheit besser damit klarkommt. Ohnehin zeigt sich in der Rückschau auf anfangs negativ empfundene Veränderungen oft genug, dass diese auch etwas Gutes mit sich gebracht haben.

Ein weiteres Beispiel betrifft unsere Gefühlswelt: Allen Menschen geht es in ihrem Leben mal besser und mal schlechter. Statt dies jedoch zu akzeptieren, versuchen viele Menschen, ihren schlechten Gefühlen (sozusagen ihrer „Schattenseite“) aus dem Weg zu gehen. Dies gelingt den meisten auch – in der Regel mithilfe unterschiedlicher Bewältigungs- bzw. Verdrängungsstrategien wie Ablenkung, Sport, Shopping oder auch Alkohol und Drogen. Diese Strategien führen jedoch langfristig nicht zu einem Zustand von innerer Balance und Zufriedenheit. Sie führen auch nicht dazu, dass man lernt, negative Erfahrungen oder Gefühle besser zu verarbeiten. Im Gegenteil: Unsere Konflikte, Probleme und Gefühle sind immer noch da und werden immer wieder auftreten, solange wir sie nicht als wichtigen Teil von uns akzeptieren und uns mit ihnen auseinandersetzen. Wer dies nicht tut, findet sich im Leben immer wieder in ähnlichen scheinbar unlösbaren Konflikten, sei es bei der Arbeit, in der Familie oder in der Beziehung.

 

Innere Balance und Gelassenheit erlernen

Alles hat zwei Seiten und im Leben neigt sich die Waagschale mal in die eine, mal in die andere Richtung. Wenn es uns gelingt, diese Gesetzmäßigkeit zu akzeptieren und auf unseren Alltag zu übertragen, dann fällt es uns leichter, mit Veränderungen oder negativen Gefühlen umzugehen. Wie aber gelingt diese Herangehensweise an die Fragen des Lebens? Ein wichtiges Stichwort ist „Gelassenheit“. Diese hat auch viel mit „Loslassen“ zu tun – sowohl körperlich als auch geistig. Gelassenheit?!, werden Sie jetzt vielleicht denken, in der heutigen Zeit? Wo alles immer schnell gehen muss und viele Menschen dazu neigen, alles sofort, einseitig und endgültig zu kommentieren und zu bewerten (vor allem im Internet)? Sie haben richtig gelesen: Gelassenheit. Ohne sie geht es nicht. Sie ist eine Grundvoraussetzung dafür, Gefühlen oder Veränderungen möglichst gelassen bzw. neutral zu begegnen und sie von mehreren Seiten zu betrachten.

Manche Menschen sind von Natur aus gelassener, andere weniger. Aber: Wie jede andere Fähigkeit lässt sich Gelassenheit trainieren. Und weil die Menschen schon früh den Wert von Gelassenheit erkannten, haben sie im Laufe der Zeit verschiedene wirksame Trainingsmethoden entwickelt. Eine davon, mit der ich selbst sehr gute Erfahrungen gemacht habe, ist Achtsamkeitstraining bzw. Meditation. Zahlreiche Studien der letzten Jahre zeigen, dass man durch regelmäßiges Meditieren im Alltag deutlich ruhiger und gelassener wird. Außerdem verhilft Meditation zu einer besseren Selbstwahrnehmung und schult die Fähigkeit, den eigenen Gedanken und Gefühlen gegenüber eine neutralere Beobachterrolle einzunehmen, anstatt sich blind von diesen leiten zu lassen. Die Folge: Man lässt sich weniger aus der Ruhe bringen. Gleichzeitig fällt es einem leichter, selbst größere Veränderungen oder negative Gefühle anzunehmen und von mehreren Seiten zu betrachten, anstatt sie einfach abzublocken oder mental unter „schlecht“ einzusortieren. Diese ganzheitlichere Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren und der uns umgebenden Welt trägt dazu bei, dass wir unsere innere Mitte finden und dadurch mehr in Balance sind – ein wichtiger Schlüssel zu Wohlbefinden und Zufriedenheit.

Das neue Online-Coaching
Bewusster Leben, sich selbst ent-decken und entfalten, persönliche Ziele erreichen.

MEHR ERFAHREN ...

Melanie Kohl - Teaser Keynotes

VORTRÄGE +
KEYNOTES

Volle Impulskraft voraus! 

melanie-kohl-teaser-beratung-01

STRATEGIE +
BERATUNG

Gesunde Top-Leistungen bringen mehr für alle

Melanie Kohl - Coaching

COACHING +
SUPERVISION

Stärke aus Veränderung gewinnen …

Melanie Kohl – Kraftzeit Cilento

Melanie Kohl – Kraftzeit Kloster Schweinheim

https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/benteler-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/hra-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/kreis-mettmann-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/asdonkshof-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/gewofag-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/bpw-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/krefeld-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/metro-group-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/terex-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/kreis-wesel-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/kza-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/system-dialog-med-ag-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/studio-47-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/wdr-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/polizei-nrw-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/hodey-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/fom-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/kreis-dueren-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/aldi-sued-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/dav-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/nutrimmun-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/polizei-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/inoges-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/kreis-kleve-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/bvfgp-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/ihk-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/lions-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/geldern-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/barmer-gek-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/spd-01.jpg
https://melanie-kohl.de/wp-content/uploads/2018/04/gruenenthal-01.jpg
Slider